Heizungsunterstützung mit Flachkollektoren
mit Wärme bauen Ihr Bedarf Wärmequellen Solaranlage Ofen Wohnen Ingenieurbüro Links Impressum
Flachkollektoren mit ertragsoptimierten Neigungswinkel

 

Aktuell :

 

Energiewende wohin?

Beitrag ergänzt

 

Musterprojekte : Sonne, Holz und Gas

 

Förderung Solarthermie steigt

 

Solarthermie:

Flachkollektor oder Vakuumröhre?

 

Solares Heizen und Nachheizungs-unterdrückung

 

Eleganz + Innovation

Ofen Walltherm®

Ofen in Lehmbauweise
Online Broschüre von Josef Jenni zur Energiewende
Gesellschaftswandel zu Nachhaltigkeit, Energiewende

Wie bringen wir die Energiewende voran ?

 

 

Auf dieser Seite wollen wir wichtige Aspekte des aktuellen Geschehens skizzieren und zeigen, welchen Beitrag unsere Leistungen und Produkte für die Energiewende leisten können. Insbesondere wollen wir die verbreitete Erwartung relativieren, der technische Fortschritt allein würde Probleme lösen. Viel wichtiger erscheint uns die Frage: Was hält uns heute ab, das für sinnvoll und wichtig Erkannte umzusetzen?

 

Kurz gesagt stehen wir vor der Aufgabe, den Umgang mit Energie derart umzugestalten, dass wir :

- von endlichen Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran unabhängiger werden

- die Erde und ihre Lebewesen in ihren Lebenszusammenhängen und Klimagleichgewichten möglichst wenig stören.

 

Obwohl es an Erfolgsmeldungen über Einzelmaßnahmen und an Handlungs-empfehlungen* für die nächste Generation nicht mangelt, werden wichtige Grundsatzfragen der Nachhaltigkeit noch immer nicht angegangen. Deutschland wirkt zwar in den Bemühungen sehr rege, wir versuchen jedoch derzeit lediglich, einen Teil unseres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. In anderen Sektoren wie Wärmeerzeugung und Verkehr passiert effektiv zu wenig oder sogar Gegensinniges - wenn man darauf schaut, was in der Natur als Entlastung ankommt. Mit dem Handel mit CO2-Emissionsrechten ist ein neue Spielwiese für Finanzjongleure entstanden, ein Anreiz zum Mindern von Emissionen geht davon nicht aus - in der Natur kommt keine Entlastung an.

 

Aber auch in der Umgestaltung des Stromsektors stoßen wir mit dem bisherigen Herangehen an absolute Grenzen. Der wildwuchsähnliche Ausbau von Photovoltaik und Windkraft war nur möglich, da unsere bestehende Kraftwerkslandschaft und das Stromnetz ursprünglich mit vielen Sicherheiten und Überkapazitäten gebaut wurde und die fluktuierende, nicht immer zum Bedarf passende Stromerzeugung aus Wind und Sonne abpuffern konnte. Die Verträglichkeitsgrenze ist aber 2016 erreicht worden und der Ruf nach Subventionen für Stromspeicher verkennt, dass gar keine brauchbare Technologie zum Speichern von Strom zur Verfügung steht oder absehbar ist.

Was uns aus Labor und Technikum als Zukunftsoption (Power to Gas, PV+Batterien im Hauskeller, Elektromobilität) in Aussicht gestellt wird, gleicht dem Betrugswerk der Potemkinschen Dörfer, wenn man die technischen Möglichkeiten, das Entwicklungspotential und die Kapazitäten fachkundig mit den Versorgungs-wünschen vergleicht.

Die Beobachtung, dass wir uns in Jahrzehnten sorglosen Kraftwerkbaus einen Umgang mit Strom angewöhnt haben, der unzeitgemäß ist, gehört dringend in die Wahrnehmung. Die Unstimmigkeit zwischen Konsumverhalten und Wissen über dessen Unhaltbarkeit wird u.a. durch das Fokussieren auf Energieeffizienz durch die Fachwelt und die Politik verschleiert. Die Auswirkungen übermäßigen Konsums in der Umwelt bemessen sich an absoluten Verbräuchen und Schadstoffmengen, und nicht an Effizienzlabels**. Dass solche einfachen Überlegungen fast institutionell verdrängt werden, ist Ausdruck einer ratlosen Gesellschaft, die lediglich von Jahr zu Jahr weitermachen will (muss?) und das Angreifen von Grundsatzproblemen an die nächsten Generationen delegiert.

 

Wir werden unseren Umgang mit Energie aus erneuerbaren Quellen decken müssen und uns mit unserem Verbrauchsverhalten sowie mit unserer Technik an die Eigenheiten der erneuerbaren Energie wie fluktuierende Verfügbarkeit und geringe Energiedichten anpassen müssen. Der größte Widerstand gegen diese Energiewende liegt dabei aber nicht in der Begrenztheit der Natur oder der Technik (Lesetipp Josef Jenni siehe unten), sondern im trägen Bewusstsein des Menschen selbst.

Dies macht Harald Welzer in dem unten empfohlenen Beitrag deutlich.

 

 

Welche Möglichkeiten haben wir noch gar nicht ergriffen ?

 

Mit der Tätigkeit unseres Büros für regenerative Heizungstechnik - Wohnhäuser und Industriebetriebe auf Wärme aus erneuerbaren Energien umzurüsten - wollen wir nicht nur eine gute technische Maßnahme anbieten. Erfolgreiche Projekte zeigen, dass mit einem Schritt im Äußeren auch ein Fortschritt im Inneren einhergeht, der wirklich Hoffnung auf eine tief greifende Energiewende weckt.

In den nachfolgend angeführten Aspekten ist der Mensch nicht nur als Energie-konsument angesprochen, sondern viel umfassender :

 

Wer seinen Wärmebedarf auch nur zum Teil mit Solarthermie deckt, bekommt mit der Zeit eine bessere Wahrnehmung für die Rhythmen der Jahreszeiten, der Witterung einer Region, des Sonnenlaufes und dafür, dass Energie noch weitere Eigenschaften hat als nur die physikalischen kWh. Es ist eine Form von innerer Lebensqualität, sich in seiner Wohnumgebung mit der Sonnenwärme verbunden zu fühlen, anstatt sich um den Schutz vor Kälte zu ängstigen. Der Mensch mit einer gesunden Regsamkeit ist Quelle von Wärme.

 

Da der Winter naturgemäß eine Zeit ist, in der sich die Energie zurückzieht, müssen wir dann auf gespeicherte Sonnenenergie zurückgreifen. Holz ist unser bester natürlicher Speicher von Sonnenenergie und stammt aus Naturrhythmen der letzten 50 bis ca. 200 Jahre. Man kann sagen: praktisch aus dem aktuellen Naturgeschehen, verglichen mit fossilen Energieträgern (30.000.000 Jahre und deutlich mehr). Ein Projektbeispiel zeigt, wie mit dem Ertrag einer kleinen Waldfläche ein modernes, durchdachtes Haus beheizt werden kann. Lohnt es sich schon deshalb nicht viel mehr, über eine wirklich nachhaltige Bewirtschaftung des europäischen Waldes nachzudenken als über weitere Entartungen eines globalen Ölmarktes?

 

Im Umgang mit Sonne und Holz kann der Mensch eine ansprechende Ästhetik empfinden. Es spricht wohl für sich, dass der Mensch vor dem Kontakt mit Erdöl, Gas und Strom Scheu bis hin zu Ekel oder Angst hat. Man kann sich einmal kurz vorstellen, man hält mit bloßen Händen in der einen Hand ein Holzscheit, in der anderen etwas Heizöl.

Erfahrungen zeigen, dass Menschen mit einem inneren Zugang zu der Ästhetik einer Holzheizung, der Sonnenwärme oder dem Naturhaushalt ganz allgemein seltener frieren und sich in Räumen mit niedrigen Temperaturen wohl fühlen - sie mögen es durchaus 2-3° kälter als üblich, was mit einem Einspareffekt von ca. 12-18% beziffert wird.  Auch pflegen sie tendenziell eine klarere Trennung zwischen temperierten Wohn- und Arbeitsräumen und einem warmen Bad im Unterschied zu einem kühlen Schlafzimmer und unbeheiztem Flurbereich. Mehr als die rechnerischen 12% bewirkt der veränderte Umgang mit Energie, den man schließlich intuitiv auch bei Strom und Kraftstoff umsetzt.

 

Bei diesen interdisziplinären Betrachtungen geht es nicht um einen rückwärts-gerichteten Asketismus, sondern vielmehr darum, eine zeitgemäße Wahrnehmung und einen naturgemäßen Umgang mit Energie und Wärme zu kultivieren***.

Dies sind erprobte Beispiele dafür, wie ein Bewusstsein für einen zukunftsgemäßen Umgang mit Energie nicht mit Einschränkung oder Verlustangst kämpfen muss, sondern sich durch  Lebensqualität, Gesundheit und Naturverbundenheit erweitert.

 

„Wir müssen Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch abkoppeln“ lautet ein Motto der Energiewende, das sich an äußerlichen Größen orientiert.

 

„Wir können unser eigenes Selbstwertgefühl von unserem Energie-konsum abkoppeln“ ... erweitert dies um innere Qualitäten.

 

 

 

 

Lesetipp 1:

 

„Wie erreichen wir die Energiewende konkret?“

 Autor: Josef Jenni

 

 

Der Autor zählt zu den „Solarpionieren“, die Sinn für die Erfordernisse der Zeit, Fachwissen und Unternehmensgeist vereinen. Für ein breites Publikum stellt er in diesem Buch die Generationsaufgabe der Energiewende dar und zeigt technische Möglichkeiten überschaubar auf.

Er benennt aber auch Fehlentwicklungen und Hemmnisse in unserem Wirtschaftssystem und unseren Denkgewohnheiten und zwar in einer Art, die verdeutlicht:  Wir sind es selbst die reflektieren und handeln können.

 

Durch die einfache Darstellung von Energiesystemen fürs Haus ist der technische Teil des Buches auch als Ratgeber und Entscheidungshilfe für Hausbauer und Hausrenovierer wertvoll.

 

Das Lesen weckt einerseits Betroffenheit, dann aber auch klare Gedanken und Tatendrang.

 

102 Seiten mit vielen Diagrammen und Zeichnungen und Fotos.       

ISBN 978-3-906558-04-2

 

Oder hier zum Herunterladen

 

 

 

 

Lesetipp 2 :

 

„Was ist nur aus uns geworden?“

 Autor: Harald Welzer

 

Wie kommt die Industriegesellschaft voran auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit? Täglich lesen wir hochoptimistische Berichte über erreichte Meilensteine zu diesem Ziel, während fachkundiges Recherchieren ein ganz anderes Bild offenlegt:

 

Produkte  und Verfahren rund um die Energiewende sind zu einem ökonomischen Erfolgsmodell geworden. Hunderte von Milliarden Euro wurden dabei weitgehend unerkannt allein in Deutschland verschoben - ein Riesen-Geschäft rund um EEG und Co.

Wir sind sehr geschäftig !

 

Wir erreichen wenig. Aus Sicht der Umwelt bilanziert bleibt das dringend notwendige Ergebnis aus: die Belastungen und der Raubbau an der Natur nehmen selbst im öko-fortschrittlichen Deutschland bei präzisem Hinschauen gar nicht signifikant ab sondern akkumulieren sich praktisch ungebremst.

 

Die gewachsene Einsicht und der Wille zu nachhaltiger Lebensweise werden zunehmend missbraucht für die Generierung neuer Märkte und Produkte, die sich aber offensichtlich von den ursprünglichen Notwendigkeiten entkoppelt haben. Viele Erfolgsmeldungen entpuppen sich schlichtweg als „Greenwashing“, wenn man später noch einmal hinschauen würde.

 

Der Artikel von Harald Welzer ermöglicht zu den gesellschaftlichen Aspekten eine überfällige Selbstreflektion.

 

 

 

Lesetipp 3 und 4

 

Diese beiden Bücher ergänzen sich :
Ernst Ulrich von Weizsäcker fasst in seinem Buch „Faktor fünf“ aktuelle Erkenntnisse über die Auswirkungen unserer Wirtschaftsweise auf die Ökologie der Erde zusammen und stellt aus allen Lebensbereichen Beispiele für die Entwicklung eines nachhaltigen Lebens zusammen. Trotz der vielen dargestellten Projekte der Hoffnung spricht er aber auch die Notwendigkeit eines inneren Fortschrittes der Menschen an.

 

Diese Notwendigkeit eines inneren Fortschrittes wurde bereits in den 1970er Jahren von Erich Fromm in seinem Buch „Haben oder Sein - Die seelischen Grundlagen einer neuen Gesellschaft“ beschrieben. Seine Darstellung zeigte damals schon, wie unsere materialistische Fortschrittsgläubigkeit das Individuelle im Menschen, das Zusammenleben der Menschen und auch die Umwelt zerstört. Diese Zerstörung ist für uns längst Normalität jenseits der Wahrnehmung geworden.

Fromms Blick auf die seelische Seite des Menschseins mündet in die Beschreibung eines individuellen Entwicklungsschrittes vom Haben zum Sein. Ohne diesen Schritt wird unsere Gesellschaft die Vorschläge von „Faktor fünf“ kaum zur Wirkung bringen, sondern die Energiewende als ein Geschäft betreiben, geprägt von Gier und Zerstörung.

 

 

 

 

 

 

 

Dipl.-Ing. Bernd Klane - Dipl.-Geoökol. Ursula Klane

  D-88045 Friedrichshafen / Bodensee   Tel.  0049-(0) 75 41 / 48 95 307

E-Mail: info@waerme-regenerativ.de                 

 

 

*** Vor rund 200 Jahren begann die Industrialisierung in Europa, die mit scheinbar unerschöpflichen fossilen Energiequellen unseren Umgang mit Energie prägte. Dies wurde zum Vorbild vieler Schwellenländer, die seit kurzem erst im Aufbruch sind.

Aus den industriell weit entwickelten Ländern kann bzw. muss nun auch das Vorbild eines zukunftsfähigen Energiehaushaltes kommen.

* Die Pariser Klimakonferenz 2015 wurde von Regierungen und NGO´s als Meilenstein gefeiert. Wer die konkreten Maßnahmen in den Vereinbarungen sucht, erfährt, dass von den aktuellen Regierungen lediglich Arbeit an Papieren  gefordert wird. Die Pläne für die „Dekarbonisierung bis 2050“ wird demnach eine nächste Generation abarbeiten müssen. Sie wird z.B.  fossile Kraftwerke ersetzen müssen, die gerade erst als „Brücken-technologie“ gebaut werden und mit denen wir das Wirtschafts-wachstum der nächsten Jahrzehnte bestreiten wollen.

2016 hat zudem auch die zukünftige Generation offiziell die Endlagerung unseres Atommülls übertragen bekommen.

©Bernd Klane 2017

 

** Es ist ein bekanntes Verhaltensmuster, dass die Verbraucher mit dem Ver-breiten eines Efifzienzgefühles ihren Konsum steigern und damit Einsparmöglichkeiten verpuffen (Rebound-Effekt). Siehe dazu auch E. U. von Weizsäcker „Faktor fünf“.

Lesetipps Energiewende:


Ÿ
Harald Welzer
Ÿ
Josef Jenni
Ÿ
E. U. von Weizsäcker  
Ÿ
Erich Fromm
Nachhaltiges Wachstum Club of Rome nachhaltiges Wirtschaften
Erich Fromm Haben oder Sein
Nebenrechnung 1 :
Woher wird der Strom für die deutsche Elektro-mobilität kommen?
Aus französischen Kern-KW
oder polnischen Kohle-KW ?

Nebenrechnung 2 :

Woher sollen die seltenen Rohstoffe für die Elektro-mobilität kommen?