Speichereinbindung und Nachheizungsunterdrückung optimieren Solares Heizen

 

 

 

 

Da der Bedarf an Heizungswärme und Warmwasser nicht gleichzeitig mit der Sonneneinstrahlung verläuft, wird die solare Wärme zu Sonnenzeiten im Pufferspeicher zwischengespeichert. Ein kleines Wohnhaus zum Beispiel wird mit einem Kombispeicher von 650 bis 1000 ltr Wasserinhalt ausgerüstet. Der Name Kombispeicher deutet an, dass er Wärme für Heizung und Warmwasser in einem Behälter vorrätig hält. Je nachdem, ob Sie gerade Heizung oder Warmwasser brauchen, gibt der Kombispeicher diese Wärme ab. In den meisten Fällen ist ein inliegender Trinkwasser-Wärmetauscher im oberen Abschnitt des Speichers das beste und einfachste. Dadurch, dass Warmwasser sich von Natur aus über Kaltwasser schichtet (Eigenkonvektion), braucht dieses Prinzip keine Pumpe oder Regler. Es reguliert sich von selbst. Da in diesem Trinkwasser-Wärmetauscher aus Edelstahl im Stillstand nur 30-60 ltr Wasser ruhen, gibt es keine Verkeimung und keine Legionellengefahr.

 

Wie gut die Sonnenwärme für Ihren Bedarf genutzt wird und den Verbrauch an Gas, Öl oder Holz zurückdrängt, entscheidet sich u.a. durch die sinnvolle Belegung der hydraulischen Anschlüsse sowie durch die elektronische Regelung. Moderne Heizungsanlagen werden häufig als fertige Module nach dem plug-and-play-Prinzip¹ optimiert, was oft auf Kosten der solaren Deckungsrate geht.

 

Anhand von einem ausgeführten Projekt wird erkennbar, welche hohen solaren Deckungsraten auch bei Nachrüstung in Bestandsbauten mit klassischen, bewährten Solar-Komponenten möglich sind.

 

 

 

 

 

 

1) Mit plug-and-play bezeichnet man heute Systeme, die man am Ort der Anwendung mit geringstem Aufwand aufstellen und anschließen kann. Diese Systeme sind meist in sich hochtechnisiert. Häufig kann der Montierende vor Ort kaum noch überblicken, was er an dem Gerät auf welche Weise zur Anpassung an die Anwendung einstellt, oder die Zeit dafür wird ihm nicht zugestanden. Obwohl sich der Hersteller viele Gedanken macht, gelingt die Integration ins Haus oft nur unbefriedigend.

 

 

Dipl.-Ing. Bernd Klane   -  Dipl.-Geoökol. Ursula Klane

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© Bernd Klane 2016

 

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