Keep it simple: Dachbodenausbau mit Solarthermie und Holzofen

In einem alten Haus war viel Platz unter dem Dach bisher ungenutzt. Beim Entschluss, hier lichten, komfortablen Wohnraum mit einem kleinen Bad zu erschließen, kommt die Frage nach der Wärmeversorgung auf. Da das Haus keine Zentralheizung aufweist, fällt die Entscheidung auf eine Solarthermie-Wandheizung und einen kleinen Ofen als Ergänzung.

Montage Drain-Back-Anlage

Keep it simple: Die Solarkollektoren (4 Flachkollektoren) befinden sich in 40 °- Neigung und 200 Grad SSW lediglich 4 Meter über dem Geschoß-Boden. Damit fällt es leicht, die Solarthermie als Drain-Back-Anlage auszuführen. Bei diesem Anlagenkonzept wird bei Sonnenschein reines (Heizungs-)Wasser ohne Frostschutzmittel in die Kollektoren gepumpt und dieses kommt erwärmt in die Nutzebene zurück. Ohne Sonnenschein, nachts sowie bei Frost fließt das Wasser komplett aus den Kollektoren zurück. Diese ruhen dann trockengefallen.

Die Sonnenwärme kann nun direkt in die Wandheizung geführt werden oder einen kleinen Warmwasserspeicher aufheizen. Dieser Speicher ist etwas Besonderes: Ein klassischer Badeofen in moderner Ausführung.

 

Badeofen Wittigsthal mit Korkisolation

Badeofen Fa. Eisenwerk Wittigsthal mit Isolation

Diese Art Ofen besteht aus einem relativ kleinen Feuerraum, aus dem das heiße Rauchgas direkt durch ein Rauchgasrohr in einen Warmwasserspeicher strömt. Dabei gibt das Rauchgas seine Wärme an den Wasserspeicher ab. In diesem Fall wird also der Warmwasserspeicher von der Holzfeuerung und vorzugsweise solar gefüllt. Einfacher kann man eine Gebäudeebene nicht mit erneuerbaren Energien versorgen.

Ist das Folgende nun ein Wermutstropfen oder eine Auszeichnung: Diese Anlage wird durch die Bundesförderung effiziente Gebäude, BEG, nicht finanziell gefördert. Sie ist zu einfach, zu wenige Institutionen verdienen Geld damit. Würde man die Anlage nach den Kriterien des BEG erweitern, würde sie teurer werden als einem die Förderung einbringt.